VC Blau-Weiß gewinnt Spitzenspiel

Ein echtes Spektakel bekamen die rund 250 Zuschauer am vergangenen Samstag in der Marienberghalle zu sehen. Die beiden besten Teams der Volleyball Regionalliga, der TSV Rudow und der gastgebende VC Blau-Weiß Brandenburg, trafen nun im Spitzenspiel aufeinander und zelebrierten 135 Minuten Spitzenvolleyball auf höchstem Niveau. Am Ende entschieden Nuancen über Sieg und Niederlage. Letztlich behielten die Havelstädterinnen vor heimischem Publikum äußerst knapp mit 3:2- Sätzen (21:25, 25:22, 25:15, 23:25, 15:10) die Oberhand und können so den Abstand zum Platz an der Sonne auf zwei Punkte verkürzen.

Die letzten Trainingswochen waren auf dieses Spiel ausgelegt. Zu Beginn hatten die Schützlinge von Trainer Sebastian Pfeiffer jedoch große Probleme mit den Aufschlägen der Gegnerinnen. Die körperlich überlegenen Gäste nutzten jede Schwäche aus und machten deutlich, weshalb sie an der Tabellenspitze stehen. Nur langsam stellten sich die Brandenburgerinnen darauf ein, jedoch zu spät, um den Satz noch zu drehen. Fortan waren die Blau-Weißen dann aber hellwach und forderten die leicht favorisierten Gäste spielerisch wie kämpferisch heraus. Beide Teams schenkten sich nichts und begeisterten das euphorisierte Publikum. Nach dem knappen Satzausgleich griffen beim VC Blau-Weiß dann im dritten Spielabschnitt alle Rädchen ineinander. Mit 25:15 ließ man den Gegnerinnen kaum Raum zur Entfaltung und war in dieser Phase die klar bessere Mannschaft. Ein echter Sahnesatz der Lust auf mehr machte. Doch wie erwartet ließen sich die Berlinerinnen nicht abschütteln und kamen wieder zurück ins Spiel. Auch wenn die Blau-Weißen weiterhin ein hohes Spiellevel hatten, konnte sich der TSV Rudow den knappen Satzerfolg sichern. Somit musste, wie von Vielen prognostiziert, der Entscheidungssatz über Sieg und Niederlage entscheiden. Zu Beginn des Tie-Breaks gelangen dem VC Blau-Weiß sogleich einige starke Spielminuten. Das Momentum war hier klar aufseiten der Gastgeberinnen, die sich in dieser Phase in einen wahren Rausch spielten und letztlich den Vorsprung bis über die Ziellinie retten konnten. Zur besten Spielerin wurde nach der Partie verdient Nele Kamer vom gegnerischen Trainer nominiert. Eine grandiose Leistung der 27- Jährigen und eine verlässliche Größe an diesem Tag. “Es war ein unglaublich intensiv geführtes Duell und selbstverständlich bin ich hochzufrieden. Unser gesetztes Maximalziel vor der Saison müssen wir nun wohl nach oben korrigieren. Ich bin froh, dass unser taktischer Plan aufgegangen ist und wir auch in immer größerer Kaderbreite gut performen und uns jederzeit von der Bank unterstützen können“, so Trainer Pfeiffer stolz. Zwar holten die Blau-Weißen aufgrund des nur knappen Sieges nur zwei der drei möglichen Punkte, der Abstand zu den Berlinerinnen konnte aber dennoch verkürzt werde. Nur noch zwei Punkte trennen die beiden Kontrahenten, die Ende März beim Rückspiel in Berlin erneut aufeinandertreffen werden. Sofern sich beide Teams bis dahin schadlos halten, geht es dann um den Meistertitel und somit den Aufstieg in die Dritte Liga. Ein Stolperstein könnte am kommenden Samstag jedoch der SC Potsdam sein. Der Tabellendritte ist nur einer von zwei Teams, welche den VC Blau-Weiß in dieser Saison bezwingen konnten. Es wird also spannend.

VCB: Saskia Böttger, Nele Kamer, Pauline Mitzkat, Elena Wegener, Tia Meister, Adina Künstler, Sabrina Harnisch, Alina Sölter, Lara Bottke, Lilly-Ginger Schär, Nele Drosihn, Emilia Schwichtenberg, Alva Henriette Meier