Am Ende hat es nicht zum ganz großen Coup gereicht. Im Spiel der Spiele um den Meistertitel der Regionalliga unterlagen die Volleyballerinnen des VC Blau-Weiß Brandenburg dem Tabellenführer vom TSV Rudow knapp mit 1:3 und beenden die Saison somit als Vizemeister der Regionalliga Nordost. Anders als vor einigen Wochen, als Rudow in heimischer Halle in einer mitreisenden Partie mit 3:2 besiegt werden konnte, wurden die Berlinerinnen nun ihrer Favoritenrolle gerecht. Doch hätte es mit ein wenig Glück auch diesmal reichen können. Zwei der drei Satzverluste wurden erst in der Verlängerung mit 30:32 und 25:27 erlitten, was erneut zeigt, wie ausgeglichen beide Mannschaften spielerisch beisammen waren. Wäre hier das Pendel in die andere Richtung ausgeschlagen, könnte der VC Blau-Weiß den Sieg und somit den direkten Aufstieg in die 3. Liga bejubeln. Letztlich machte an diesem Tag auch die gegnerische Hauptangreiferin den Unterschied. Anders als im Hinspiel bekamen sie die körperlich überlegene Angreiferin nur selten unter Kontrolle. So musste man, wenn auch widerwillig, den Berlinerinnen den Sieg und somit die Meisterschaft überlassen. Gleich einen Tag später stand dann gegen den schon feststehenden Absteiger vom TSV Spandau der letzte Spieltag der Saison auf dem Programm. Hier zeigten sich die Brandenburgerinnen wieder gut erholt vom bitteren Ergebnis des Vortages und sicherten sich mit einem souveränen 3:0- Sieg einen erfolgreichen Saisonabschluss. Beste Spielerinnen wurden Nele Kamer gegen TSV Rudow und Libera Nele Drosihn gegen den TSV Spandau. Im Moment schmerzt dieser 2. Platz in der Endabrechnung noch sehr. Aber es wird die Zeit kommen, in der das Erreichte als das anzunehmen ist, was es war. Nämlich eine herausragende Saison und mit Abstand das beste Ergebnis in der jüngeren Geschichte des VC Blau-Weiß. „Stolze 15 Siege aus 18 Spielen sind eine beeindruckende Bilanz und übertreffen unsere angestrebten Ziele deutlich. Auch spielerisch haben wir uns diesen Vizetitel mehr als verdient“, so Trainer Sebastian Pfeiffer. Ganz beendet ist die Saison aber noch nicht. Mitte Mai steht noch das Landpokalturnier in Cottbus an, wo das Team dann nochmal alles geben wird um sich den Pokalsieg und somit die Qualifikation für den Regionalpokal zu sichern. Das wäre dann der krönende Abschluss dieser tollen Spielzeit.
VCB: Saskia Böttger, Nele Drosihn, Nele Kamer, Pauline Mitzkat, Elena Wegener, Tia Meister, Adina Künstler, Sabrina Harnisch, Laetitia Koepke, Alina Sölter, Lilly-Ginger Schär, Emilia Schwichtenberg, Alva Henriette Meier