Stürmische Zeiten und tobender Jubel

Mit bangem Blick auf die vom Sturm gezeichnete Landstraße nach Kyritz startete dieses Mal unser Spieltag. Ein durch Corona bedingt dezimierten Kader machte sich jedoch auf den Weg, dem Sturm zu trotzen. Die Autokolonne wich geschickt allen Hindernissen und herab gestützten Ästen aus, so dass Mili ihr Team sicher und wohlbehalten zur Halle fahren;) und aufs Spielfeld führen konnte.

Mit Baggertennis zum Aufwärmen und einer großen Portion gute Laune ging es in den ersten Satz gegen Potsdam IV, welchen wir mit Spielfreude und starkem Selbstbewusstsein schnell auf der Habenseite verbuchen konnten. Heftiger Gegenwind vermieste uns dann den Beginn des zweites Satzes. Die Euphorie des ersten Satzes wandelte sich in Unkonzentriertheit und Unsicherheit im eigenen Spielaufbau um. Dem Rückstand vom Beginn des Satzes gelang es und nicht mehr ausreichend entgegen zu lenken, wodurch dieser Satz an die Potsdamerinnen abgegeben werden musste.
Mit geringfügig veränderter Aufstellung ging es in den dritten Satz. Die orkanartigen Aufschläge von Isi brachten den Gegner schnell in starke Bedrängnis und zwangen diesen in mehrere Krisensitzungen. Gegen Satzende konnte auch Fina nach ihrer Einwechselung ihre Unsicherheit von verwehten Bällen im Vorderfeld überwinden und mit starken Angriffen den Satz zu unseren Gunsten beenden. Der vierte Satz begann leider wieder mit böigem Wind aus Potsdamer Richtung. Obwohl Lea ihre Abwehrriege immer besser sortierte und die gegnerischen Angriffe immer besser in den Griff bekam und das gegnerische Team sich schon selbst feierte, wenn es überhaupt mal an den Orkanaufschlag von Isi herankam, konnten wir den Satzverlust nicht mehr abwenden.
Somit ging es in den fünften Satz, in welchem sich schnell ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte. Gegen Ende des Satzes wehte von Potsdam aus jedoch nur noch ein laues Lüftchen und unsere sicheren Punktbälle besiegelten diesen Satz mit dem positiven Ergebnis einen verdienten Sieges.
Die Spielpause nutzte Trainer Basti, um uns die Möglichkeit zu geben, uns auf unsere Stärken zu besinnen. Ein Ansatz dabei: um das Stimmungshoch auch in Tiefphasen halten zu können, kann man eine 65-jährige bei einem erlaufenen gelegten Ball auch mal Feiern. (Franzi, vielen Dank an dieser Stelle für deinen Blick in meine Richtung).
Während das zweite Spiel des Tages lief (Potsdam IV gegen Kyritz) zeigten sich unschöne Szenen in der Akzeptanz von Entscheidungen des Schiedsgerichtes, was uns jedoch nicht beeinflussen sollte, da unsere Geheimwaffe und spielfreudige Stimmungskanone Nicole inzwischen eingetroffen war.
Im zweiten Spiel gegen den Gastgeber aus Kyritz begann Lara auf der Zuspielposition. Leider zeigte sich schnell, dass das Schiedsgericht die persönlichen Differenzen aus dem vergangen Spiel nicht ablegen konnte. Lara ließ sich jedoch nicht beirren und machte ein starkes Spiel mit hervorragenden Pässen. Die geknickten Äste, welchen wir auf der Hinfahrt an den Bäumen hängen sahen, spiegelten im ersten Satz durch Nicoles weitsichtiges Stellungsspiel und Milis krachende Angriffe, den gebrochenen Kampfeswillen des Gegners symbolisch wieder.
Im zweiten Satz fing sich Kyritz jedoch wieder, wodurch wir uns erneut heftigem Gegenwind entgegen stellen mussten. Die durch Bastis Aufstellung begünstigte Möglichkeit des Doppelwechsels sicherte uns jedoch das bessere Ende. Der dritte Satz gestaltete sich zunächst ähnlich umkämpft, doch Franzis wunderbar anzuschauende gedrehte Angriffe über Mitte und Josis fantastische Aufschlagserie zum Schluss, bescherten uns den zweiten umjubelten Sieg des Tages.
Mit dieser Spielfreude und großartiger Teamleistung gehen wir optimistisch in die nächsten noch folgenden Spieltage.

Ulrike Hönig

Ergebnisse:
VCB III vs SCP IV 3:2 (25:19; 16:25; 25:15; 18:25; 15:11)
VCB III vs VC FK 3:0 (25:11; 25:19; 25:20)

Es spielten:
Lara Bottke, Lea Förster, Ulrike Hönig, Fina Ozik, Isabel Schattauer, Emilia Schwichtenberg, Josefine und Franziska Seide und Nicole Steffen
Trainer: Sebastian Pfeiffer