Kann doch nicht sein!

Den ersten Spieltag im Jahr bestritten wir am Samstag in Wiesenburg nahe Bad Belzig gegen die SG Einheit Bad Belzig und den SFB 94. Beides Mannschaften gegen die wir in dieser Saison noch kein Vergnügen hatten. Mit schmaler Besetzung (Umknicken durfte heute nicht passieren!) ging es als Erstes gegen SFB 94 ans Netz.


So richtig ins Spiel kamen wir dabei nicht, die Nachwirkungen von 4 Wochen Spielpause und Weihnachten zeigten sich und der erste Satz ging 25:20 an die Sportfreunde Brandenburg . Der zweite Satz sollte besser werden, wurde er aber leider nicht. Die Annahmen kamen nicht on-point zur Zuspielerin, dadurch musste Juli viel laufen und auch unsere Angreiferinnen konnten die Bälle nicht tot machen. Der zweite Satz ging wieder an den SFB (25:18). Ein Lob geht an unsere eigentliche Außenangreiferin Katja, die aber diesmal auf Mitte spielte und viele Punkte durch gezielte Leger und Schläge für uns erzielte. Nun sollte der dritte Satz aber gezeigt werden, was wir eigentlich können. Aber die gleichen Probleme wie in den beiden Sätzen zuvor machten es unmöglich den Satz an uns zu reißen. Der SFB 94 gewann den dritten Satz mit 25:19 und wir waren geknickt, aber zum Glück nicht umgeknickt.
Das zweite Spiel des Tages bestritten SFB 94 gegen den Gastgeber Bad Belzig. Dabei zeigte sich, dass Bad Belzig dem SFB 94 einiges entgegen zu setzen hatte. Das Spiel endete 3:1 für den SFB (25:21, 21:25, 25:09, 27:25).
Nun sollten wir gegen die junge und uns unbekannte Mannschaft aus Bad Belzig spielen. Der erste Satz war ein kleines Träumchen. Konzentriert und motiviert gewannen wir diesen 25:13 gegen die Gastgeberinnen. Im zweiten Satz zeigte sich aber eine gewisse Konzentrationslosigkeit. Durch knappe Spielstände und viele lange, aber verlorene Ballwechsel konnten wir uns nicht von Bad Belzig absetzen. Den Satz gewannen die kampfstarken Frauen aus Bad Belzig 26:24. Der dritte Satz sollte nicht besser für uns werden. Auch hier zeigten sich die gleichen Fehler wie eine ungenügende Annahme und fehlender Wumms bei den Angriffen. Viele wichtige Aufschläge wurden verhauen und eine gewisse Einfallslosigkeit machte sich gegen den jungen Gegner breit. Der dritte Satz ging 25:19 an Bad Belzig.
Uff.. jetzt mussten wir uns aber wirklich mal anstrengen. Was war denn mit uns los? Wo war das Spielgefühl aus dem ersten Satz? Den vierten Satz wollten wir jetzt für uns entscheiden. Kann doch nicht sein! Und wir rissen uns zusammen. Ich entdeckte am Spielfeldrand, dass ich eine Ruflautstärke von über 100 Dezibel entwickelt hatte und feuerte meine Mädels lautstark an. Denn die Männermannschaft von Bad Belzig motivierte ebenfalls mit lauten Gesängen ihre Frauen und ich musste das ja übertönen.
Und siehe da, mit Tinnitus und Klingeln in den Ohren lässt sich so ein Satz dann auch besser gewinnen (25:13 für uns).
Also ab in den Tie-Break.
Ach herrje, wir und Tie-Break. Obwohl wir beim letzten Spieltag ja gezeigt hatten, dass uns bei sowas nicht die Nerven verloren gehen. Also cool bleiben und keine Eigenfehler verursachen. Die ersten Punkte gingen recht schnell an uns durch eine sehr starke Aufschlagserie von Juli und der Seitenwechsel erfolgte bei 8:6 für uns. Doch irgendwie blieb die Konzentration nicht konstant und Bad Belzig kämpfte sich sehr nah ran. Es stand wirklich nicht gut für uns und die Gastgeberinnen hatten sogar einmal einen Satzball. Aber wir wollten uns den Sieg nicht nehmen lassen (kann doch nicht sein!) und der fünfte Satz ging 16:14 zu unseren Gunsten aus. Knappe Kiste würde man sagen - ich sage dazu potentieller Herzinfarktauslöser.

Sandra Nestler

Es spielten:
K. Claus, J.Ehlers, S. Goedicke, K. Henschel, A. & J. Herzberg, M.Koall, S.Nickol