Geballer, Geblockt, Gewonnen!!!

Es stand nach langer Zeit für uns mal wieder ein Heimspieltag in unserer Marienberghalle an. Endlich wieder eine hohe Decke zum Holz hacken und der altbekannte Staub, in den wir uns werfen konnten 😉.


Doch zunächst stand das Brötchenschmieren und Buffet aufbauen auf dem Plan, dabei wurden wir von den zweiten Frauen unterstützt, die sogar ein Stadt-Derby gegen den SFB 94 vor sich hatten. Bei den Vorbereitungen wurde zunächst über die sehr wichtigen wissenschaftlichen Fragen debattiert, ob Nutella mit oder ohne Butter auf das Brötchen kommt und ob Gurke in Scheiben oder Streifen als Garnitur auf das Brötchen gelegt wird (bitte schreibt eure Meinung dazu in die Kommentare, damit wir eine statistische Erhebung durchführen können). Nachdem das Buffet stand, der Kaffee gekocht und alle Brötchen geschmiert waren, ging es für uns zum Schiedsgericht. Die Partie Blau-Weiß Heinersdorf gegen Potsdam VI stand an. Das Spiel zeichnete sich durch lange Spielzüge und viele Dankebälle aus. So richtig geballert wurde da leider nicht. Langsam dämmerten wir in den Halbschlaf und hofften, dass dieses Spiel nicht aus 5 Sätzen bestehen würde, denn wir wollten unbedingt selber an den Ball und ballern. Zum Glück fegten die Potsdamer VI die Heinersdorfer mit 3:1 Sätzen vom Platz und wir konnten uns fertigmachen für unseren Auftritt.
Das erste Spiel sollte gegen Potsdam VI stattfinden, gegen die wir schon in der Hinrunde einen Sieg einfuhren. Die jungen Küken aus Potsdam konnten zu Beginn des Spiels nicht ihren Sieg über Blau-Weiß Heinersdorf rechtfertigen, da wir mit einer super Aufschlagserie von Beginn an ihre Annahme auf den Prüfstand stellten. Durch diesen immensen Vorsprung, durch schnelle Spielzüge und ein wenig Geballer von unserer Seite konnten wir den 1. Satz zu elf Punkten bei Potsdam gewinnen. Wer selber Volleyball spielt, kennt den berühmten 2. Satz. Ja, auch wir wurden von diesem Phänomen nicht verschont und kassierten im 2. Satz eine Niederlage (19:25), die die Potsdamer jubeln ließen. Doch wir wollten vor der Heimspiel-Kulisse nicht verlieren, rissen uns im 3. Satz zusammen und gewannen doch tatsächlich 25:16. Nun hieß es in die Hände spucken, den Trainer glücklich machen und die Socken hoch ziehen. Den sprichwörtlichen Sack zu machen (schreibt bitte auch hier in die Kommentare, welcher Sack da auch immer gemeint ist). Und tatsächlich: den vierten Satz gewannen wir 25:20 durch Bilderbuch-Annahmen (Poppes runter, in die Knie), Bilderbuch-Pässe (Dreieck vor der Stirn) und Bilderbuch-Angriffe (immer schön hoch springen und abklappen).
Dann stand das zweite Spiel nach einer kurzen Pause an. Wir wollten heute insgesamt 6 Punkte holen, doch die freundlichen Damen aus Heinersdorf standen dem uns im Weg. In der Hinrunde besiegten sie uns und ließen uns mit traurigen Gesichtern zurück. Hoch motiviert auf mögliche sechs Punkte ging es in den ersten Satz. Die Tricks der Gegner bestanden aus unberechenbaren Hinterfeldangriffen. Das Wort „ohne“ wurde bei uns gefühlt öfter geschrien als „ich“ oder „Kiste runter“. Den 1. Satz gewannen wir 25:21. „Guter Start“ dachten wir uns, und „nur nicht einknicken jetzt im 2. Satz“. Doch das Phänomen des berühmten 2. Satzes schlug nicht zu. Souverän nahmen wir wieder die Dankebälle an, blockten die Gegner weg und ballerten auch ein wenig wieder, denn der fehlende Block der Gegner ermöglichte uns Angriffe knapp über der Netzkante. Den 2. Satz gewannen wir 25:20 und wir hatten richtig Bock auf den 3. Satz.
Gaben wir in früheren Spielen doch immer wieder Sätze an die Gegner ab, wollten wir mal ein Spiel 3:0 gewinnen. Und der Traum wurde wahr: wir ballerten, wir nahmen an, wir passten, wir blockten, es passte alles. Voller Freude gewannen wir den 3. Satz mit 25:14 gegen Blau-Weiß Heinersdorf. Wir hatten in Heimspielkulisse 6 Punkte eingefahren und freuten uns so sehr, dass wir die Siege nach den Spielen mit ausreichend Flüssigkeit begossen.

In diesem Sinne ein fröhliches „Zuschi-Zusch“
(SaNe)

Es spielten:
M. Handkte, M. Koall, J. Herzberg, S. Nickol, S. Nestler, S. Goedicke, K. Pötinger, J. Ehlers, A. Herzberg, L. Schlaugies

Ergebnisse:
VCB III - SC Potsdam VI 3:1 (-11; 19-; -16; -20)
VCB III - BW Heinersdorf 3:0 (-21; -20; -14)