Volleyball kann man überall und irgendwie spielen

Wir reisten Samstagmorgen gut gelaunt mit dem Zug zum Spieltag nach Potsdam. Platz nahmen wir dabei nicht viel ein, denn schon im Vorfeld gab es leider aus krankheitsbedingten Gründen viele Absagen (gute Besserung Mädels) und somit verdiente die Deutsche Bahn nicht viel an uns 7 Hüpfern und unserem Trainer, René Schneider, sowie angehenden Co-Trainer Matthias Stimming.


Pünktlich kamen wir nach einer kurzen Sightseeing-Tour an einer Turnhalle an, die so gar nicht in das Stadtbild des schönen Potsdams passte. In der Halle wurden wir von niedrigen Hallendecken, quer und tief hängenden Seilen und fast fehlenden Feldmarkierungen empfangen. Dreckig war es leider auch, erkennbar an unserer Sportkleidung, die eine gräuliche Färbung bei der Mobi und Stabi annahm. "Egal" , dachten wir uns, "Volleyball kann man überall und irgendwie spielen, auch bei Hempels unterm Sofa". Mit dieser Einstellung starteten wir in den ersten Satz gegen Zepernick III. Das angekündigte neue Spielsystem 5-1 konnte leider Aufgrund unserer kranken und angeschlagenen Mitspielerinnen, die zu Hause mit uns mitfieberten (nochmal gute Besserung Mädels), noch nicht zum Einsatz kommen.
Die Zepernicker Mannschaft waren noch nicht ganz wach und wir konnten durch schöne und solide Aktionen unsererseits im ersten Teil des Satzes in Führung gehen. Leider haben die Gegner irgendwann den Knall gehört und den ersten Satz mit 25:18 gewonnen. Auch im zweiten (25:22) und dritten Satz (25:17) konnten wir die sehr aufschlagstarken Zepernickerinnen nicht durch unser konstantes Kämpfen bezwingen. Wir verloren 0:3 gegen Zepernick III.
Nach diesem ersten Spiel ohne Punktgewinn wollten wir unsere Kraftreserven in der Pause (2. Spiel Schiedsgericht) für das dritte Spiel auffüllen und liefen in freudiger Erwartung aus der Halle um das Buffet zu suchen.. Es gab keins... Gott sei dank gab es hilfsbereite Fans, die unserer Mannschaft etwas vom nahegelegenem Hauptbahnhof holten. Nach einem Spiel Pause, in der Zepernick III den SC Potsdam V mit 3:0 besiegte, machten wir uns bereit gegen Potsdam V, gegen die wir schon einmal vor heimischer Kulisse 3 Punkte holten. Zepernick III ging als Spieltagsieger hervor und waren mit ihren 6 geholten Punkten anscheinend so glücklich, dass fast alle nach Hause gefahren sind um ihre Siege zu feiern, denn wir sahen, dass wir keine Linienrichter haben würden. Aber.. "Volleyball kann man überall und irgendwie spielen".....
Und wir spielten irgendwie Volleyball gegen Potsdam V. Die Potsdamer stellten sich seit unserer ersten Begegnung im ersten Satz stärker heraus als gewohnt. Sie legten gekonnt die Bälle unserer Abwehr vor die Füße und zeigten sich sehr verteidigungsstark. Mit sehr knappen Ergebnissen (25:22) gaben wir die ersten beiden Sätze an den Gastgeber ab. Durch die drohende Niederlage gaben wir im dritten Satz nochmal alles und bezwangen die Potsdamer mit 25:20. Es war wieder alles drin, Hoffnung wallte auf. Mit letzten Kraftreserven gingen wir in den vierten Satz, aber die Potsdamer wollten diesen Sieg unbedingt und unser gewonnener Satz davor war anscheinend nur das letzte Aufbäumen, denn die Potsdamer schickten uns mit 25:10 Punkten nach Hause.
Zum Glück versüßte uns Juli die Heimfahrt mit einem Sektchen (alles Liebe von uns nochmal nachträglich zum Geburtstag). Der Sekt konnte uns ein wenig helfen über die Niederlagen hinweg zu kommen, sodass wir gestärkt und hoffentlich in voller Mannschaftsstärke beim nächsten Spieltag wieder Punkte ergattern können.

Zuschi-Zusch und bis dahin...

(SaNe)

Es spielten:
Jenny Ehlers, Julia Herzberg, Katrin Pötinger, Lisa Schlaugis, Marie Koall, Sandra Nestler, Sarah Nickol

Ergebnisse:
VCB III - SG Einheit Zepernick III 0:3
(18:25; 22:25; 17:25)

VCB III - SC Potsdam V 1:3
(22:25; 22:25; 25:20; 10:25)