Was hätten wir nicht alles machen könne

Ausschlafen! Denn eigentlich hätte alles schon im Vorfeld per Telefon geklärt werden können! Der erste Gegner gibt definitiv die Punkte ab an uns - geklärt!
Der Zweite im Bunde bekommt von uns die Punkte, ob erkämpft oder geschenkt. Dürfte dem „Sieger“ egal sein.


Einzige Option beim Spiel 2: wir müssten uns auch mal auf einen Punkt für den VCB einigen können. Sollte einer der beteiligten Mannschaften ein „ja aber…“ oder ein „nein, ihr spinnt doch…“ einwenden, könnten wir ganz seriös den Beweis von nun 7 Spieltagen vorweisen, wo es genau so lief. Aber naiv, wie die meisten Optimisten nun mal sind, griff keiner von uns zum Telefon. Und so ging es eben doch nach Schulzendorf, den im Vorfeld der Saison selbsternannten Aufstiegsaspiranten. Zossen, für mich ein unbeschriebenes Blatt, war ebenso Gast wie wir und nach oben beschriebener Tatsache als Verlierer schon auserkoren. Das beim SV Schulzendorf die Uhren nun etwas anders ticken als vorher, durften wir vor dem Spielbeginn schon erfahren. Umgezogen, überpünktlich und bereit die Halle zu betreten, verwehrte man uns den Eintritt, um sich auf Matten, die um eine(n) Box/CD-Player? gereiht waren, bei merkwürdiger Musik Entspannungsübungen hinzugeben. Ein Anblick und Umstand, der Timur aka. Manas zur internen Frage veranlasste, ob die Schulzendorfer Volleyball spielen möchten oder Kinder bekommen wollen. In der Vergangenheit hätte ein 13er-Kader gereicht, um sich allein durch Überzahl Zutritt zu verschaffen. Aber diese Rechnung wäre diesmal ohne Schulzendorf gemacht worden, die mit SECHZEHN (16) Volleyballern (oder werdende Väter) uns im Vorteil waren.
Zu den Spielen brauche ich ja eigentlich nichts mehr zu sagen. Die Ergebnisse, obwohl ja schon vorher klar, hier noch mal für einige Begriffsstutzige. Gegen Zossen, die mich bei der Erwärmung an gaaaaanz alte, damals noch VfB Blau-Weiß- Zeiten erinnerten, nahm alles nach einem knappen ersten und desaströsen zweiten Satz seinen Lauf (3:1).
Gegen Schulzendorf dann das leider gewohnte Bild. Im ersten Satz noch mit einem guten Gefühl, heute mal die Hosen an zu haben, zeigte uns der Hausherr, wer den Gürtel dazu besitzt und ließ uns mit einem relativ knappen 0:1 die Seiten wechseln. Enttäuscht darüber bekamen wir uns nicht mehr richtig in den Griff und unterlagen klar mit 0:3. Ich persönlich habe Schulzendorf in dieser Saison zum ersten Mal gesehen und ich kenne sie schon einige Jahre. Mit der Halle und dem Verein verbinde ich unterschiedliche Emotionen. Da waren zum Beispiel unsere misslungene Relegationsspiele zum Verbleib in der Brandenburgliga oder legendäre Punktspiele zusammen als Gast mit dem USV 2, bei denen der schon damals selbsternannte Aufstiegsaspirant spielerisch und verbal bezwungen wurde und um den Klassenerhalt bangen musste. Aber die Parallelen zum nahen BER - viel ankündigen und dann nichts einhalten - scheinen den „Abflug“ gemacht zu haben.
Da stand eine homogene Mannschaft, die es tatsächlich schaffen kann in diesem Jahr. Ihr Spiel gegen Zossen, was übrigens sehr spannend anzusehen war, zeigte aber noch einige Facetten, die ein geschickter Gegner sicherlich besser nutzen könnte als der MSV. Neben uns sollte der SV Schulzendorf auch auf eine Beendigung unserer Serie hoffen. Denn wenn nicht, wäre der Traum von einer perfekten Saison für sie ausgerechnet am letzten Spieltag ausgeträumt. 😀
Meine Wahl zum M.V.P. muss ich heute mal splitten. Zum einen ist es diesmal unser Derik (16 J.), der im ersten Spiel gegen Zossen ein hervorragendes Spiel machte, die richtigen Entscheidungen in bestimmten Situationen traf und das konstant bis zum letzten Punkt beibehielt. Des Weiteren ist es für mich, gerade auch im Spiel gegen uns, der junge Zuspieler der Schulzendorfer, der wirklich ein super Spiel aufgezogen hat!

Beide ganz große Klasse !
Noch eine kurze Info an unsere eigene Mannschaft: Das einmalige Kontingent vom „Ich-Fahre-Zum-Punktspiel-Und-Nehme-Sportschuhe-Mit- !NICHT!“ -Tag ist aufgebraucht. Es darf sich bedankt oder beschwert werden bei: Tim U. ,
PS: Nach dem ich vor Jahren schon fast einen Kleinkrieg zwischen Schulzendorf und mir durch eine Äußerung zu einem Kartoffelsalat hervorrief, möchte ich noch kurz etwas anmerken: Einen Vergleich konnte ich diesmal nicht ziehen, da es keinen gab. Aber ihr habt ganz liebe, bezaubernde Buffet-Damen und die Bockwurst war die leckerste, die ich seit langem gegessen habe.
Ansonsten bleibt uns gewogen. Man sieht sich hoffentlich am 23.02. in der Marienberghalle gegen Schöneiche III und Werder.

Euer Guido

Es spielten:
Niklas Altmann, Oliver Kausmann, Marten Richter, Justus Neu, Matthias Grawe, Jochen Kurz, Derik Freese, Tim Reger, Jannes Fröhlich, Guido Stobbe, Rico Puppich, Tim Ullrich, Paul Rossek

Ergebnisse:
VCB I - MSV Zossen 07 3:1 (-26; 13-; -22; -22)
VCB I - SV Schulzendorf 0:3 (21-; 14-; 16-)