Erstes Heimspiel nach langer Pause

Nach dem Corona bedingten Abbruch der letzten Spielzeit und der kurzfristigen Verlegung des jetzigen Saisonstarts, konnten wir endlich unseren ersten Spieltag in heimischer Halle begrüßen. Die Fragezeichen waren groß, gab es doch viele neue Gesichter in der Mannschaft.

Außerdem ist ein Großteil unseres Teams mittlerweile so alt – oder nennen wir es erfahren, dass die Ü27-Fraktion erst seit gut einem Monat wieder unter normalen Bedingungen trainieren durfte – Brandenburger Verordnungen sei Dank.
Bevor wir unseren Gegner vom VC Bitterfeld-Wolfen mit Masken und ohne Handshake begrüßen konnten, gab es das obligatorische Mannschaftsfoto. Größte Frage beim vorherigen Verteilen der mittlerweile fast schon verstaubten Trikots: Welche Größe nehme ich?....
„Bitte keine XS!“, klang es aus einer Ecke. „38 oder doch eine 40?“ „Nee, lieber 42! Der Lockdown-/Schwangerschaftsbauch braucht Platz!“ „Wer den Ballwagen trifft, bekommt das Trikot!“ Nachdem das also geklärt war, wurde die Pose fürs Foto besprochen. Coronakonform mit Abstand konnte auch das schnell - nach gefühlten 30 Minuten - absolviert werden. Auf das Ergebnis sind wir alle gespannt.
Es konnte also losgehen. Bei der Erwärmung, die ja nun im Alter etwas länger dauert, gab es noch kollektive Genesungsgrüße an unsere Libera Pauli, die leider kurzfristig absagen musste. (Anm. d. R.: Mach das nie wieder mit mir! Durchspielen mit Ü27 und so…)
Unsere Trainer Basti und Lars schickten mit Isi (Dia), Heidi/ Anna (Außen), Schnelli (Zuspiel), Joyce/ Elli (Mitte) und Oli (Libera) eine vielversprechende Konstellation gepaart aus jugendlichem Spielwitz und geballter Erfahrung aufs Feld.
Was soll ich zum ersten Satz berichten? Er war beim 25:11 für den Gegner schnell vorbei, fühlte sich aber irgendwie nicht so schlimm an, wie es das Ergebnis vermuten lässt. War zumindest mein Empfinden.
Im zweiten Satz konnte Lina (Dia) ihr Debüt nach langer Schwangerschaftspause geben. Außerdem stand Saskia, im letzten Jahr noch als Libera tätig, nun als Zuspielerin im Feld. Sah alles schon viel besser aus als vorher, reichte aber trotzdem nicht für den Satzgewinn. Wir hatten noch einige Probleme uns auf die gelegten Bälle und den netten Sichtblock einzustellen, außerdem kratzten die BiWo-Mädels auch viel in der Abwehr. Highlight war in dem Satz aber Sophie. Eingewechselt als Mitte, verwirrte sie nicht nur den Gegner, sondern auch uns, als sie direkt beim ersten Pass auf ihre Stammposition nach außen lief und dort ihren Punkt machte. Tja, war aber wohl alles abgesprochen, Taktik aufgegangen.
Wie gesagt, all das nützte leider nichts, wir lagen mit 0:2 im Rückstand. Da so lange Zwangspause für alle Beteiligten war, dachten wir uns natürlich, dass also fünf Sätze hermussten. Dem Zuschauer sollte ja auch etwas für sein Geld geboten werden.
Für Anna kam jetzt Vicky aufs Feld, Isi rückte wieder auf Dia und Sophie - als eigentliche Außen - durfte weiter auf der Mittelblockerposition ihr Unwesen treiben. Und siehe da, der Schalter wurde umgelegt und wir erwachten aus dem Coronaschlaf. Annahme und Abwehr funktionierten mittlerweile besser und auch die Körpersprache wurde positiver. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern, die sich vorbildlich an die Hygienemaßnahmen hielten, sicherten wir uns den Satz mit 25:22.
Unverändert ging es in den vierten Durchgang, der dann noch deutlicher zu unseren Gunsten ausfallen sollte. Für den schönsten Ball sorgte hier Vicky. Gekonnt lenkte sie einen gegnerischen Aufschlag, der eigentlich eindeutig im seitlichen Aus gelandet wäre, noch mit ihrem Oberschenkel weiter ins Aus. Sollte wohl als Hilfestellung für den Schiri dienen, leider hörte er das Geräusch des Tuschs und gab den Punkt an Bitterfeld. Also Vicky, nächstes Mal dem Offiziellen vertrauen, dass er auch ohne dein Einwirken auf „Aus“ entscheidet.
Nach knapp zwei Stunden stand es demnach 2:2, unser erster Punkt in der neuen Saison war sicher.
Da wir uns aber so zurückgekämpft hatten, sollte nun auch ein weiterer Punkt her. Viel spannender hätte ein Tie-Break dann kaum laufen können. Vom 3:3 über 7:7 bis zum 11:11 war alles ausgeglichen. Erst beim 14:12 konnten wir uns einen kleinen Vorsprung erarbeiten, den Sophie schließlich beim 15:13 ins Ziel brachte. Ja, es ist Coronazeit, aber nach dieser gelungenen Aufholjagd mussten wir trotzdem mal kurz etwas lauter schreien und uns intensiv über unsere zwei Punkte freuen.
Auf Seiten des Gegners wurde schließlich Yonta Teichelmann zum MVP gewählt, auf unserer Seite schaffte es Isi, die wie unsere weiteren neuen Jugendspielerinnen einen tollen Job gemacht hat. Ein Sorry hier noch mal an BiWo für die kleine Panne bei der Geschenkübergabe.
Bereits am kommenden Sonntag gibt es die Chance auf weitere Punkte. Dann empfangen wir erneut in eigener Halle die Mädels der WSG Reform Magdeburg. Anpfiff ist um 15 Uhr.
Oli

Ergebnis:
VC Blau-Weiß Brandenburg - VC BiWo ​​3:2 (-11, -20, 22, 17, 13)

Es spielten:
Isabel Schattauer (2), Saskia Böttger (5), Elena Wegener (6), Anna Zehle (8), Stefanie Weber (9), Joyce Jöchen (11), Sophie Neuberger (12), Victoria Saage (13), Josefine Seide (14), Lina Mischke (16), Olivia Vogel (17), Eileen Heidepriem (18), Nicole Steffen (19)
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Schaut doch mal vorbei! 💙🤍