Ein Satz mit X - das war wohl nix.

Am dritten Heimspieltag empfingen wir unsere Gäste vom SC Potsdam II. Erstmals gingen wir zur späten Stunde (19 Uhr) ans Netz und wollten ebenso punkten wie unsere 2. Frauen- und Männermannschaft zuvor. Glückwunsch an dieser Stelle - grandios gemeistert! Wie vor jedem Spieltag hatten wir Respekt vor unseren Gegnern, wollten aber vor dem heimischen Publikum alles geben und die Punkte nach Hause holen.


Pustekuchen. Aber nun zum ersten Satz. Wir starteten mit unserem MVP Schnelli auf Zuspiel, Heidi und Anna auf Außen, Vicky übernahm die Position der Diagonalangreiferin, Sabrina und ich (Fred) auf Mitte und Saskia bestritt die glorreiche Aufgabe der Feldabwehr als Libera. Mit viel Anspannung und guter Stimmung gingen wir nun aufs Feld. Ernüchternder Weise ging der erste Punkt recht schnell ans gegnerische Team. Der erste Schiedsrichter pfiff das Zuspiel von Schnelli ab und zeigte damit wie der Hase läuft. Er blieb seiner Linie auf beiden Seiten treu, wodurch pöbeln gegen das Schiedsgericht auch nicht drin war. Jedoch schien uns das zunächst nicht zu beirren und wir zwangen Potsdam in ihre erste Auszeit bei einem Punktestand von 12:9. Tja, was auch immer der Trainer für weise Worte an seine Spieler richtete, sie setzten diese in die Tat um. So musste Micha mit der Auszeit bei 16:14 nachziehen. Danach folgte ein enges Kopf an Kopf Rennen, bei dem wir leider den Kürzeren zogen. Potsdam gewann den ersten Satz mit 25:22.
Auf zur Runde zwei.
Diese zeigte ähnliche Züge wie Satz Nummer eins. Nachdem wir eine zunächst klare Führung ausgebaut haben und die Punktetafel 9:3 anzeigte, dachten wir Spieler wohl, dass das für einen Sieg ausreichen würde. Da hatten wir aber ohne die Potsdamer Mädels gerechnet. Zusammengerauft und mit neuer Kraft kämpften sie sich Punkt für Punkt an uns heran. Tja, jetzt hätten wir die Pobacken zusammenkneifen und den Satz für uns entscheiden sollen. Diesen Absprung haben wir nur leider verpasst und es folgte ein kleiner, aber feiner Krimi. Ein Punkt jagte den nächsten und es wurde auch für unsere Fans ein mitreißendes und spannendes Spiel. Bei dem Satzstand 19:19 gönnte uns Micha eine Pause und wir ließen uns von seinen Hinweisen und Forderungen „berieseln“.Gestärkt mit Schokobons für die Endphase gingen wir wieder aufs Feld. Genützt hat’s aber auch nichts. Die Potsdamer zogen an uns vorbei und beendeten auch diesen Satz mit 25:21.
Auf in den, schon leider, letzten Satz.
Motiviert das Spiel jetzt rumzureißen oder wenigstens noch einen Punkt vielleicht ja auch zwei aus dem Heimspiel zu nehmen, betraten wir den Centercourt. Es tauchten auch ein paar neue Spieler auf dem Feld auf, mit denen es gelingen sollte diesen Satz nach Hause zu holen. So spielte Lisa für Anna auf der Außenposition und Caro für Fred auf der Mitte. Sie sollten es endlich schaffen, den herbeigesehnten Block zu stellen. Nach mehreren Versuchen war auch hier keine Sonne zu sehen und somit zogen die Potsdamer Mädels einfach davon. Nach dem Rückwechsel auf der Mittelposition ereilten uns doch noch ein paar Punkte und vor allem der Punkt des Tages von Libera Saskia. Sie brachte die Potsdamer Mädels mit einem Angriffspritscher so durcheinander, dass der Ball einfach auf den „Marktplatz“ fiel. Einen Punkt, den wir feierten. Diese gute Laune blieb uns jedoch nicht lange erhalten, da wir den Rückstand von 9:19 Punkten nur schwer aufholen konnten. Hier und da erhaschten wir noch ein paar Punkte, aber schneller als wir gucken konnten, ging auch dieser Satz an die Gegner (25:17). Man könnte auch meinen, dass der letzte Satz ein Abschuss war.
Aber da fragt man sich doch: Woran hat et jelejen, ja dat fracht man sich im Nachhinein immer, woran et jelejen hat.
Der fehlende Block würde mir da sofort einfallen. Ein paar Unstimmigkeiten auf dem Feld gab es auch. Die Aufschläge der Potsdamer sind aber auch nicht zu verachten, sowie Ihre schnellen Füße, mit denen sie jeden Ball erlaufen haben. Aber vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass SC Potsdam II eine starke Mannschaft ist und an diesem Wochenende der Absteiger der dritten Bundesliga und wir, als Aufsteiger in die Regionalliga, aufeinander trafen. So war der Leistungsunterschied doch zu spüren.
Ich persönlich habe jedoch ein anderes Spiel erwartet. Ein Spiel, bei dem wir einen Punkt oder vielleicht sogar zwei eingeholt hätten. Hätte, Hätte Fahrradkette.
Nun befinden wir uns auf dem fünften Platz in der Rangliste und damit im Mittelfeld. Nützt aber alles nichts. Krönchen richten und weiter geht‘s. Am nächsten Sonntag setzen wir unseren Spieltagmarathon fort und begeben uns auf die Reise ins nahe gelegene Magdeburg, um auf den momentan Sechsplatzierten der Tabelle zu treffen. Wir sind gespannt und werden berichten!
Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Woran hat et jelejen, ja dat fracht man sich im Nachhinein immer, woran et jelejen hat. Heiß wie Frittenfett waren wir jedenfalls und sind es beim nächsten Aufeinandertreffen auch wieder.
Bis dahin, Adios Amigos!

Eure Fred

Es spielten:
Stefanie Weber (Schnelli), Eileen Heidepriem (Heidi), Lisa Alex, Anna Zehle, Victoria Luise Saage (Vicky), Ulrike Hönig (Ulli), Juliane Weinhold, Sabrina Harnisch, Caro Voigt, Anja Seiler, Saskia Böttger und Frederike Schubert (Fred)

Ergebnis:
VCB I – SC Potsdam II 0:3 (22:25; 21:25; 17:25)

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