Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!!! We are back!!!

Wir schreiben Samstag, den 26.01.2019. Dieses Mal machten wir, die Mädels des VC Blau-Weiß Brandenburg um Trainergespann Michael „Micha“ Kozik/Lars „Larsi“ Wolfram uns auf verschiedenen Wegen nach Potsdam.


Der ursprüngliche Plan war, mit dem Zug nach Golm zu reisen. Doch dann lud unsere liebe Caro zum Frühstück ein. Ein paar Mädels kamen der Einladung nach und stärkten sich vor diesem wissentlich nicht gerade einfachen Spieltag dort, andere machten sich direkt auf den Weg zur Halle. Wie mir zu Ohren gekommen ist, endete das Frühstück mit einem zerbrochenen Glas und das bringt ja bekanntlich Glück! Hoffentlich auch für uns. Denn das Ziel war für alle klar definiert: am Ende des Tages wieder ganz oben stehen und die Tabellenspitze zurück erobern. Nun schon zum dritten Mal und das zweite Wochenende in Folge trafen wir genau auf diese Konstellation, die schon im Vorfeld zwei kräftezehrende Spiele versprachen, und zwar au f die Gastgebermannschaft des USV Potsdam II und den Saarower VSV.
Dank Insider-Informationen wussten wir, dass es in der Halle recht kalt sein sollte, was eine sehr gute Erwärmung erforderte. Gesagt, getan und es ging pünktlich um 11 Uhr gegen die weitere Gastmannschaft aus Saarow ans Netz, die ohne ihre zweite etatmäßige Mittelblockerin, die sich vorherige Woche verletzt hatte, auskommen mussten. Die Starting Six, bestehend aus Nessi (Z), Vicky (D), Nette und Sophie (AA), Caro und Nicol (M) und Saskia (L), strauchelte anfangs ein wenig, ehe Micha beim Stand von 5:7 eine Auszeit nahm und uns nochmal klar vor Augen hielt, warum genau wir heute hier standen und welches Ziel wir verfolgten. Offensichtlich waren genau das die richtigen Worte. Wir stabilisierten uns in allen Elementen. Bis zum 18:15 konnten wir uns aber immer nur leicht absetzen, doch durch eine super Aufschlagserie von Nette konnten wir diesen Satz auf unserer Habenseite verbuchen (25:15). Na das war doch schonmal eine Ansage! Aber natürlich rechneten wir damit, dass Saarow sich das nicht so einfach gefallen ließ und sich wehren würde. Immerhin hatten Sie noch 2 Rechnungen mit uns offen, da wir die letzten beiden Partien jeweils für uns entscheiden konnten. Mit unveränderter Aufstellung auf beiden Seite (außer Oli für Saskia auf der Liberoposition) ging es in den 2. Satz. Saarow konnte sich auch hier zu keiner Zeit einen Vorsprung erarbeiten. Auch dieser Satz ging nach Brandenburg mit 25:19. Sehr gut, ein Punkt war uns bereits jetzt sicher. Aber wir wollten nicht nur einen Punkt, sondern Drei!!! Also mussten wir auch den unter Volleyballern berühmt berüchtigten (schweren) 3. Satz gewinnen. Mit Becci für Sophie und wieder Saskia für Oli ging es zurück aufs Spielfeld, um Saarow, wie schon in der Vorwoche, mit einem 3:0 in die Knie zu zwingen. Nur leider wurde aus diesem Plan nix. Wir taten uns schwer. Die gegnerische Nr. 6 schaffte es, uns mit ihren Aufschlägen unter Druck zu setzen, sodass wir einige Punkte liegen ließen. Auch ein Spielerwechsel (Sophie für Vicky auf Diagonal) und zwei Auszeiten von Micha (14:16 und 14:20) brachte uns nicht zurück auf Kurs und wir mussten den Satz zu -22 an Saarow abtreten. Also nochmal alle Kräfte zusammennehmen und eben den 4. Satz gewinnen, um doch noch die komplette Punkteausbeute gegen Saarow abzustauben, mit frischem Wind auf der Zuspielpostion (Schnelli für Nessi) und der sonstigen Aufstellung wie in Satz 2. Mit eben genau dieser Konstellation gelang es am Ende, den Sack zuzumachen und das Spiel für uns zu entscheiden. Da waren also die ersehnten drei Punkte, aber noch nicht die Tabellenspitze, denn dafür mussten wir auch gegen den USV Potsdam II gewinnen.
Doch erst einmal musste noch einmal Bad Saarow gegen die Potsdamerinnen aufs Parkett. Dieses Spiel war... nun ja... schneller vorbei als uns lieb war. Lediglich eine Stunde brauchte es, bis die USV-Damen einen recht klaren 3:0-Sieg feiern konnten. Für den Saarower VSV gab es heute keine Punkte zu holen. Somit konnten wir uns schonmal einen Platz nach oben, an Saarow vorbei, auf Platz 2 schieben.
Nun kam es zum Showdown. Das Spiel gegen die Gastgeberinnen des USV Potsdam. Wir waren „heiß wie Frittenfett“ und gleichermaßen gewarnt nach dem Spiel gegen Saarow und wussten, dass dieses Spiel eine Nummer härter werden sollte. Und genau so kam es auch. Mit ähnlicher Aufstellung wie im 1. Spiel (außer Fred für Nicol) starteten wir also ins Spiel und wurden förmlich überrannt. Was genau machten wir eigentlich? Die Antwort ist: nicht viel und davon auch zu wenig. Oder anders ausgedrückt: Potsdam machte ihre Punkte und wir produzierten viel zu viele Eigenfehler, die es galt, möglichst schnell abzustellen. Doch auch durch eine Auszeit beim Stand von 5:10 und einem Wechsel auf der Diagonalposition bei 12:19 konnten wir diesen Satz nicht mehr drehen. Er ging folgerichtig mit 25:13 an die USV-Mädels. Was für eine Demontage. Das konnten wir aber so nun wirklich nicht stehen lassen. Wir wollten schließlich auch unseren mitgereisten Fans guten Volleyball präsentieren. Mit Wechsel im Zuspiel (Schnelli für Nessi) und auf Diagonal (Becci für Vicky) wollten wir dem USV jetzt zeigen, dass es besser geht und wir hier heute als Sieger vom Platz gehen sollten. Um die Sache abzukürzen: ohne größere Schwächephasen und relativ souverän konnten wir die Sätze 2 und 3 für uns entscheiden (25:20; 25:17). Somit stand es also 2:1 für uns. Aber wir wollten endlich die Tradition brechen, gegen die Landeshauptstädterinnen über die komplette Distanz gehen zu müssen. Sehr lange sah es danach aus, dass wir das Spiel 3:1 gewinnen würden. Aber scheinbar waren wir beim Stand von 24:20 schon ein wenig zu sicher, dass es keine 4 Satzbälle brauchte, um als Tagessieger mit 6 Punkte aus der Halle zu marschieren. Doch was dann folgte, war ein wahrhaftiger Krimi für Spieler, Trainer, Ersatzbank und Fans. Um es einfach zu sagen: wir haben den Satz tatsächlich noch an Potsdam abgegeben (24:26). Also zurück auf den Boden der Tatsachen. Wir mögen vielleicht keine Traditionsbrecher sein, aber definitiv Tiebreak-Könner (wenn wir das Spiel gegen den USV beim Landespokal ausblenden). Der Krimi sollte allerdings im Tiebreak weitergehen. Bis zum Seitenwechsel sah es gut für uns aus, da wir immer mit 2 bis 3 Punkten führten, doch dann plötzlich 9:9 – Auszeit von Micha. Kurz darauf nochmal ein Wechsel auf der Zuspielposition, um mit Nessi am Netz den Block zu verstärken. 11:12 – nochmal eine Auszeit, die uns klar machen sollte: Jetzt oder nie!!! Wir entschieden uns für das „jetzt“ und machten den Sack zu mit einem äußerst knappen Endergebnis von 15:13. Aber danach fragt ja schließlich später niemand mehr. Das Entscheidende am Ende des Tages war, dass wir unser gemeinsam definiertes Ziel als Team erreicht haben: die Tabellenspitze zurückzuerobern. Ich bin mächtig stolz auf euch, auf uns!!!
Wir verabschieden uns nun in eine 3-wöchige Spielpause, ehe wir am 16.02. wieder vor heimischem Publikum angreifen und die Mannschaften aus Herzberg und der Sportschule Potsdam in der Marienberghalle begrüßen dürfen. Wir hoffen auf euer zahlreiches Erscheinen, damit wir mit eurer Unterstützung die Tabellenführung weiter ausbauen können.

FEUER FREI!!!

Bericht: Schnelli

Es spielten:
Saskia, Nicol, Nette, Becci, Sophie, Vicky, Fred, Nessi, Caro, Oli, Schnelli

Ergebnisse:
VCB I – Saarower VSV 3:1 (25:15, 25:19, 22:25, 25:20)
VCB I – USV Potsdam II 3:2 (13:25, 25:20, 25:17, 24:26, 15:13)