Erfolgreich trotz vieler „neuer“ Gesichter

Abseits vom normalen Punktspielbetrieb, der für die erste Frauenmannschaft des VC Blau-Weiß Brandenburg erst am kommenden Wochenende wieder startet, hieß es für die Damen erst einmal, die Vorrunde für den Landespokal in Cottbus zu bestreiten. Aufgrund von Krankheit und anderen Verpflichtungen standen dem Trainergespann Micha Kozik und Lars Wolfram zunächst nur sechs Spielerinnen zur Verfügung.


Was in der letzten Saison noch eine völlig normale Anzahl gewesen wäre, konnte in diesem Jahr kurios und luxuriös kompensiert werden. Kurzerhand wurden neue Spielerpässe eingereicht und so kam es, dass mit Lisa Alex, Ulrike Hönig und Olivia Vogel gleich drei Spielerinnen nach teilweise mehrjähriger Verletzungspause erstmals wieder offiziell ins Spielgeschehen zurückkehrten. Sandra Goedicke aus der dritten Mannschaft komplettierte mit ihrer spontanen Unterstützung den illustren Trupp, der sich schließlich am Sonntagmorgen um sieben Uhr auf die Reise ins beschauliche Cottbus begab. Micha testete auf dem Hinweg dann erst mal die Funktionalität der unzähligen Blitzer auf der Strecke und konnte resümieren, dass zumindest einer davon auch um diese Uhrzeit bereits funktionsfähig war.
Mit dem Cottbuser VV, USV Potsdam II, VC Strausberg und dem MSV Zossen warteten nach Ankunft in der Spielhalle vier weitere Teams auf die Auslosung der jeweiligen Begegnungen. Im Modus „jeder gegen jeden“ sollten schließlich die drei Qualifikanten für den Landespokal ausgespielt werden. Da bis auf den USV alle Teams in unterklassigeren Ligen spielten, war das Ziel des Weiterkommens klar definiert. Glücksfee Micha loste uns dann auch gleich den härtesten Gegner zu (Schiedsgericht auf beiden Feldern), was bedeutete, dass wir noch etwas länger unsere Müdigkeit und die Kälte der Halle genießen konnten. Große Erkenntnisse konnten aus den gesehenen Spielen kaum gewonnen werden, einige Ergebnisse verwunderten aber schon.
In unserem ersten Spiel ging es gegen den Tabellenführer der Landesliga Nord, den VC Strausberg, ans Netz. Das Team um Kapitänin Nette konnte sich schnell eine deutliche Führung erspielen, doch Unstimmigkeiten in der Annahme führten zu einer ebenso schnellen Relativierung. Letztlich wurden die Aktionen wieder sicherer und der Satz wurde mit 25:19 noch deutlich gewonnen. Im zweiten Durchgang zeigte der Gegner beim 25:11 dann kaum noch Gegenwehr. Nun sollte das Highlightspiel des Tages gegen unseren Ligakonkurrenten aus Potsdam folgen (auch die beiden kommenden Wochenenden halten diese Konstellation bereit).
Mit der ehemaligen Drittligamitte vom VSV Oranienburg, Celina Kunde, hatte der USV noch einmal personell aufgestockt und bot einen starken Kader auf. So gestaltete sich letztlich ein kampfbetonter erster Satz auf Augenhöhe mit ansehnlichen Aktionen auf beiden Seiten. Leider konnten wir am Ende mehrfach Satzbälle, gerade durch fehlerhafte Aufschläge, nicht nutzen, so dass sich Potsdam mit 32:30 durchsetzen konnte. Davon unbeeindruckt zeigten wir dem USV nun seine Grenzen auf. Lisa machte deutlich, dass sie in den letzten fast zweieinhalb Jahren nichts verlernt hatte und versenkte ihre Angriffe ein ums andere Mal im gegnerischen Feld. Nach dem deutlichen 25:15 musste also der Tie-Break entscheiden. Hier behielt Potsdam mit dem knappen 15:13 die Oberhand.
Nach kurzer Pause wartete dann der Landesligist aus Zossen. Hier nur die Zusammenfassung: wirklich nicht schön, aber erfolgreich. O-Ton Micha: „Das sieht von außen echt scheiße aus.“ Auch von innen, Micha, auch von innen - aber es hat ja gereicht. Mit dem zweiten Tagessieg wähnten wir uns eigentlich schon gedanklich beim Landespokal. Potsdam war sicher durch und reiste daher verfrüht ab und die anderen Spielergebnisse brachten ans Licht, dass wir bei einer weiteren Niederlage auch noch hätten vierter werden können. Also zum Schluss die bereits müden Körper noch einmal gegen den Landesklassenvertreter vom Cottbuser VV motivieren. Gewarnt waren wir, da auch der USV nur knapp mit 2:1 gegen den Underdog gewinnen konnte, doch die Sorgen waren unbegründet. Völlig ungefährdet konnten wir 25:7 und 25:13 gewinnen und dank der frühzeitigen Abreise vom USV das Turnier sogar noch als Erster beenden – hatte zwar keine Bedeutung, sah aber trotzdem schön aus.
Es war für alle ein insgesamt toller Tag: die Qualifikation für den Landespokal am ersten Maiwochenende eingetütet, die Alten/Neuen ohne Verletzung wieder integriert und zusammen viel Spaß gehabt. Danke noch einmal an Sandra, die so kurzfristig eingesprungen ist.

P.S. Wir haben heute leider kein Foto für euch.

Bericht: Olivia Vogel

Es spielten:
J. Kordua, L. Alex, S. Weber, V. Smaka, U. Hönig, S. Goedicke, V. Saage, S. Neuberger, C. Voigt, O. Vogel

VCB - Strausberg​ - 2:0 (25:19, 25:11)
VCB - Potsdam​ II - 1:2 (30:32, 25:15, 13:15)
VCB - Zossen​ ​ - 2:0 (25:17, 25:21)
VCB - Cottbus ​ - 2:0 (25:07, 25:13)