Götterdämmerung

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Seniorinnen I - Nordost-Deutsche Meisterschaft: Alles begann mit Hermes-den Gott der Reisenden, der uns (oder eigentlich den Trainer) zu einer viel zu frühen Abreise (7.30 Uhr, Bahnhof Brandenburg)verführte. Es sollte zur Akropolis von Herzberg gehen, umgangssprachlich auch Sporthalle genannt.


Aber schon die Fahrt sollte uns in die Arme von Hades-den Totengott führen. Saskia und Nessi gaben im Bus Ihren Löffel ab, zum Glück sehr geräuschvoll nur Ihre Suppenlöffel. Viel zu zeitig (knappeStunde)in Herzberg angekommen, ließen wir uns von Hermes-Gott des Handels dazu überreden einen Bäcker mit sehr viel Umsatz zu beglücken. So gestärkt ging es zur Sporthalle. Dort waren dann doch 6 Mannschaften trotz der Absage von ASV Berlin angereist. USC Magdeburg durfte trotz zu später Anmeldung an der NOM teilnehmen. Auf jeden Fall wollten die 6 Teams Geras-den Gott des Alters zeigen, das er hier nichts zu bestellen hat. Doch dann trat Herakles-der Gott des Orakels ganz groß auf. Laut Ausschreibung waren BBSC als Berliner Meister und VCBW als Brandenburger Meister als Staffelköpfe gesetzt. Da raunte es durch die Halle: Magdeburg ist jetzt auch ein Meister, der von Sachsen-Anhalt und jetzt machen wir alles ganz anders! Und Herakles sollte Recht bekommen. Es wurden die drei Meister auf zwei Staffeln zugelost und Tyche-die Göttin des Schicksals meinte es ganz schlecht mit uns. BBSC und VCBW ab in eine Staffel und weil Zelos- der Gott des Eifers auch mitmischen wollte, wurde SFB(erlin) noch dazu gepackt. Geil und die zweite Staffel spielte mit BVV, Magdeburg und Herzberg. Es hätte schlimmer kommen können und es kam so schlimm als möglich.
Der erste Gedanke nach der Auslosung: Nyx- die Göttin der Finsternis und der Nacht ist über uns gekommen. BBSC mit einer Mischung aus 2. und 3.Liga-Spielerinnen sowie SFB mit 3. Liga-Spielerinnen aus Berlin und Potsdam (nur nicht aus Brandenburg) mal einfach so über uns gestülpt. Zur endgültigen Beruhigung wurde von der Wettkampfleitung festgestellt, dass unsere Spielerpässe keine gültige Spielgenehmigung aufweisen konnten. Dies wurde aber mit Hilfe des Internets- hierfür gibt es noch keinen zuständigen Gott (evtl. Zuckerberg)- geklärt und wir durften antreten. Im ersten Spiel als kleines Schiedsgericht Bei BBSC gegen SFB. 2:1 nach Sätzen für den BBSC nach sehr gutem Fight, Ares-der Gott des Krieges hätte seine Freude gehabt.
Dann endlich, so gegen 12.30 Uhr user erster Einsatz gegen den BBSC. Gefühlt gegen eine Ansammlung von Kolossen (zumindest die Größe hatten die Berliner) traten wir mutig aber auch mit wenig Chancen gegen sie an. Und erstaunlicher Weise konnten wir uns mit 18 und 16 Punkten gut wehren. Ändert aber nichts am verdienten 2:0 für den BBSC. So war klar, im Spiel gegen den SFB würden die Chancen zum Weiterkommen für eine der beiden Mannschaften getötet. Athene- die Göttin der Strategie flößte uns eine guten Rat ein: Stellt Eure Mannschaft um- flüsterte sie den Trainern Micha und Lars ins Ohr. So getan: Außen Ivette wird Mittelblocker, die Diagonale Franca wird Außen und der Libero Sakia wir Diagonalangreifer. Das soll gutgehen?- Nein, der 1. Satz ging fürchterlich in die Hose, zu 12 für SFB. Also alles wieder zurück: Nessi auf Zuspiel, Franca auf Diagonal, Mittelblock mit Katja und Nicol, Außenangriff mit Nette und Ivette, Libero Oli. Und wir gruben den Klappstuhl aus. Keinen Ball mehr verschenkt, wenig Eigenfehler, SFB, die uns jetzt völlig unterschätzten- diese Mischung führte zum 26:24 für uns.Oh Mann, da ging plötzlich was. Völlig aufgewühlt ging es in den dritten Satz hinein und bis zum 9:10 der gleiche Verlauf wie im 2. Satz. Aber dann kam der Gott der Eigenfehler-namenlos- und besuchte jeden Spieler von uns einmal. Da stand es doch glatt 15:10 für den SFB und wir waren nach sehr guter Leistung besiegt, konnten uns aber erhobenen Hauptes vom Gegner verabschieden. Platz 3 in dieser Staffel reichte nur noch für das Spiel um Platz 5 und 6-Schade.
Im Halbfinale spielte BBSC gegen Magdeburg zu 5 und zu 7. Das zweite Spiel gewann SFB gegen BVV auch 2:0, bei weitem aber nicht so klar. Damit waren die beiden Mannschaften aus unserer Staffel im Finale wieder vereint.
Nun das Spiel um Platz 5 gegen den rührigen Gastgeber Herzberg. Alle wünschten sich Apollo- den Gott der Heilung herbei, denn dieser Tag hatte Spuren hinterlassen, physisch und psychisch. Aber er kam nicht. Also nochmal mobilisieren und auf geht’s-Feuer frei. Bis zur Mitte des ersten Satzes ging es erstaunlich gut so 4…5 Punkte Vorsprung, doch dann kam er- Morpheus- der Gott des Traumes und des Schlafes. Mit Macht versuchte er uns hinwegzuführen. Aber wir kämpften dagegen an mit 25:23, aber schon sehr knapp. Auch bis zur Mitte des 2. Satzes sollte uns der Halunke nicht verlassen. Dann lief er aber zu den Herzberger Damen über. Den Matchball zum 25:19 konnten wir genießen, weil ein Ball von kurz unterm Hallendach einfach so auf den Boden in der Herzberger Hälfte plumste. Ein versöhnliches Ende mit dem 5. Platz.
So ging es zum Duschen und ab nach Hause. Ivette blieb noch zum Finale und konnte uns während der Busfahrt über die Anwesenheit von Ares-den Gott des Massakers im Finale informieren. BBSC- SFB 1. Satz 25:6!!!!!!! Hammer. Den zweiten Satz gewannen die Berliner 25:21. Ein sehr verdienter Sieger der Meisterschaft. Der SFB und BVV als Dritter können sich noch zur DM bei einem Turnier im Norden Deutschlands qualifizieren. Und so führte uns wieder Hermes nach Hause. Gegen 20.00 Uhr war wohl der letzte daheim. Trotz allem ein schöner Tag mit Ivette und Franca vom USV Potsdam und 6 Blau-Weissen im Team. Hilfreiche Geister waren Sabrina-The Finger, Vicky-The Physio, Lars-The Co und Micha-The Trainer.

Es spielten die junggebliebenen Musen:
Oli, Saskia, Katja, Ivette, Franca, Nette, Nessi und Nicol (mit angebrochener Rippe, das hat sie aber erst nach dem Turnier offenbart).

Bericht: Micha