VCB - Gesichter der Saison

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In unserer neuen Rubrik - „VCB - Gesichter der Saison„ - werden wir versuchen, im ersten Drittel der neuen Saison alle Mannschaften des VC Blau Weiß Brandenburg oder deren Verantwortliche vorzustellen.
Heute:
Michael Kozik - Trainer der 1. Frauenmannschaft.

Der VC Blau Weiß Brandenburg steht inzwischen vor der 5. Saison im Jugend- und Erwachsenenbereich. In allen Mannschaften ergeben sich durch zahlreiche Zu - und einigen Abgängen mehrere Neustrukturierungen in den jeweiligen Teams. Dabei hat sich zum Teil auch das Personalkarussell auf den Trainerbänken ordentlich gedreht.Nennenswert hierbei ist in erster Linie die Neubesetzung des, seit fast einem Jahr, vakanten Trainerposten bei der 1. Frauenmannschaft. Nachdem Sebastian Pfeiffer in der vergangenen Saison interimsweise übernommen und das Team zum besten Damenergebnis in der blau – weißen Geschichte geführt hatte, wird nun Michael Kozik die Geschicke leiten. Dank mehrerer Neuzugänge konnte der Kader qualitativ wie quantitativ enorm verstärkt werden und erste Eindrücke im Training wie auch beim eigens ausgerichteten Vorbereitungsturnier lassen die Erwartungen, in der Brandenburgliga um ein Podiumsplatz mitspielen zu können, deutlich nach oben schnellen.
Grund genug, sich mit Michael zu unterhalten und ihn vorzustellen.

🏐 VCB:
Hallo Michael. Erst einmal möchten wir etwas über dich erfahren. Schon allein durch deine Mundart wird klar, dass du kein gebürtiger Brandenburger bist. Daher stell dich doch bitte kurz vor. Woher kommst du gebürtig? Wie alt bist Du (optional) und was machst du beruflich?

 Michael:
Ich bin 1960 in Leipzig geworfen worden und wohnte seit 1988 in Berlin. Über den Dialekt zeige ich die Verbundenheit zur Heimat. Beruflich bin ich als Bauingenieur unterwegs, mit kurzer Unterbrechung als hauptamtliche Trainer im Berliner Volleyballbereich.

🏐 VCB:
Viele Wege führen nach Brandenburg – welcher war der deine?

Michael:
Ins mittlerweile sehr schöne Brandenburg hat mich wie auf all meinen Wegen (22 Jahre Berlin - 3 Jahre Potsdam - 2 Jahre Brandenburg) das Herz und die dazu gehörende Dame geführt.

🏐 VCB:
Erzähl uns bitte was zu deinem sportlichen Werdegang? Wie bist du zu unserer „Lieblingssportart“ Volleyball gekommen und welche Stationen hast du bisher wahrgenommen?

Michael:
Eigentlich als Fußballer - mit 6 Jahren bei Chemie Leipzig angefangen - wollte ich zum Studium in Cottbus mal etwas anderes probieren und bin beim Volleyball gelandet. In Berlin wohnend, ergab sich über die Arbeit der Kontakt zu Chemie Lichtenberg, erst als Spieler, dann als Trainer der Damen und Abteilungsleiter Volleyball. Der Weg mit den Damen führte von der Bezirksliga über die Berlinliga in die Regionalliga, die wir dann 3 Mal als Nordostdeutscher Meister abschließen konnten.
2001 kam das Angebot vom VC 68 als Co-Trainer in der Bundesliga zu arbeiten. Bis zur Insolvenz des Vereins. Im dann gegründeten BBSC habe ich dann die Damen in der Regionalliga bis zum Start der 3. Liga in dem ich als Manager noch ein Jahr tätig war, betreut. Private Gründe führten dazu meine Aktivitäten ganz einzustellen. Nur die Seniorinnen des BBSC durfte ich noch zu Pfingsten zu den Deutschen Meisterschaften begleiten.

🏐 VCB:
Welcher Weg hat dich zu uns - zum VC Blau Weiß - geführt?

Michael:
So ziemlich der erste Mensch der mir in Kirchmöser über den Weg lief war Poldi (Barbara Kuhl)- es folgten ein Jahr der Werbung doch wieder als Trainer tätig zu werden.
Solange wir unser Haus bauten war das aber zurückgestellt. Dann wurde der Widerstand aufgegeben und ich habe mir die Damen des VC Blau Weiß im Training und Punktspiel angeschaut. Der kleine Kader mit großem Herzen hat mir gut gefallen und so bin ich hier gelandet.

🏐 VCB:
In dieser Saison bist du nun verantwortlich für die Geschicke unserer ersten Frauenmannschaft, die du ja schon seit Ende der letzten Saison beobachtend begleitet hast und stehst nun unmittelbar vor dem Saisonstart. (15.09.18 in Potsdam). Fieberst du dem Ganzen schon entgegen oder lässt du eher alles entspannt auf dich zukommen?

Michael:
Das ist wohl eine Mischung aus beidem. Aus den beiden Teams eine neue Einheit zu bilden war spannend aber wirklich viel einfacher als gedacht. Das Team gemeinsam mit Lars durch die neue Saison möglichst erfolgreich zu führen, bei den durchaus hohen Erwartungen im Verein, ist eine interessante Aufgabe, die auch mit der nötigen Spannung einhergeht. Trotzdem werden wir das mit einer guten Portion Ruhe angehen.

🏐 VCB:
Mit Lars Wolfram, als Co-Trainer, hast du ja, in puncto Erste Frauen, einen „alten Hasen“ an deiner Seite. Wie arbeitet ihr zusammen und konnte er dir sogar noch einige Tipps in Bezug auf die Mannschaft geben?

Michael:
Lars ist für alle eine wichtige Bezugsperson. Er kennt die Abläufe im Verein und natürlich alle Mädels. Die Organisation um das Team liegt bestens in seinen Händen. Der Athletikteil unseres Trainings ist immer super vorbereitet. Und die Tipps, wie die eine oder andere Spielerin tickt, sind immer hilfreich. Am besten schmeckt aber sein Schokokuchen zu den Spieltagen.

🏐 VCB:
Die bereits erwähnten Neuzugänge haben das Gesicht unseres Teams merklich verändert. Wie verliefen das Kennenlernen und die Vorbereitung aus deiner Sicht?

Michael:
Ich glaub Kennenlernen war nur auf meiner Seite notwendig, denn alle anderen kennen sich schon ein paar Jahre, wenn auch in verschiedenen Vereinen. Das lief aber alles vollkommen problemlos ab. Die Vorbereitung auf 2018/19 zeigt was in dem Team steckt. Neben den Trainingseinheiten waren besonders unser kleines Trainingslager und das Vorbereitungsturnier ein voller Erfolg. Spielerisch wie aus einem Guss und ein Team mit viel Spaß bei notwendiger Konzentration sind das Ergebnis der Bemühungen vom Trainerteam und der Mannschaft.

🏐 VCB:
Was sind deine persönlichen Erwartungen bezugnehmend auf die Mädels aber auch über die Saison gesehen?

Michael:
Auch wenn ich unsere Gegner in der Liga nicht gut kenne, mit Potsdam und Cottbus kommen Nachwuchsteams, wo keiner die Spielstärke einschätzen kann. Ein völlig unbekannter Aufsteiger und das für mich neue Format dreimal gegeneinander zu spielen, lassen viel offen. Trotzdem sollte der Aufstieg in die Regionalliga das Ziel sein.

🏐 VCB:
Gibt es für dich eine favorisierte Mannschaft in der Brandenburgliga? Wen hast du auf dem Schirm im Kampf um das Podium?

Michael:
Mit Bad Saarow wird sicher ein starker Mitstreiter zu erwarten sein und zu den anderen Teams hatte ich schon etwas gesagt. Überraschungen sind immer möglich.

🏐 VCB:
Wenn die Mädels dich eventuell mal zum Essen einladen wollen, womit könnten sie dir die größte Freude machen?

Michael:
Beim Inder waren wir schon einmal ganz gut aufgehoben. 

🏐 VCB:
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die Saison!